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 | Kaninchensterben |
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Kaninchensterben - ist denn das Wasser schuld.....
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Jährlich zur warmen, oft schwülen Sommerzeit wird das Thema Kaninchensterben aktuell, auch im SRKV - Vorstand. Eiweissüberschuss, sagen alle, sei der Grund für das manchmal plötzliche Absterben. Für mich ist das "Züchterlatein", ich mache mir darüber andere Gedanken und sehe ein anderes Problem. Die Futtermittel sauber gelagert, in sauberen Futtergeschirren verfüttert denke ich, kann überhaupt nichts passieren, man achtet auch darauf, dass man nicht altes Futter füttert.
Als Scheckenzüchter ziehe ich jährlich ca. 100 Jungtiere gross. Schneuzer, Vollfarbige und Schecken füttere ich von Beginn weg mit Kaninchenzuchtfutter zur freien Aufnahme. Zusätzlich verabreiche ich angereicherten Heuersatz für Pferde und täglich Gras in vernünftigem Masse, morgens und abends. Bisher hatte ich nie Problem.
Meine Gedanken gehen weiter zum Wasser und dort sehe ich das Problem. Im Wasser ist der Ursprung aller Lebewesen, also auch der Mikroorganismen und Bakterien. Täglich frisches Wasser geben ist das Wichtigste, wissen alle und verabreichen auch alle, denke ich. Wie sieht es dann aber aus mit den Trinkgeschirren oder Trinkflaschen, schenkt man diesen betreffend Sauberkeit auch die notwendige Aufmerksamkeit? Ich meine mit "nur" täglich frischem Wasser geben ist es nicht gemacht. Sobald sich im Tringeschirr eine schleimige Schicht bildet, ist dies schon der Nährboden für Mikroorganismen und Bakterien - dann treten die Jungen zwischendurch noch mit schmutzigen Pfoten ins Wasser, und wenn man bedenkt, dass sich die Mikroorganismen z.B. bei 22 - 25° stündlich, und bei 35 - 40° alle zwanzig Minuten verdoppeln!!, wie schnell können so bei den kleinen Tieren gesundheitliche Probleme auftreten, welche leider oft sehr schnell zum Tode führen. Ich habe schon bei vielen Züchtern Giesskannen gesehen welche innen einen wunderschönen biologischen "Rasen" angesetzt hatten und mit denen sie dann den Kaninchen "frisches" Wasser verabreichten.
Warum wohl trinken wir in südländlichen Gebieten manchmal nur Mineralwasser, weil bei Hahnenwasser die Qualität nicht stimmt und man beim Genuss von solchem Wasser schnell Durchfall oder ähnliches bekommt, (man vergleiche die Grösse der Kreatur, Mensch/Kaninchen). Nicht alle Kaninchen vertragen solche "Bakterienschübe" gleich gut, - der Mensch ja auch nicht!
Sollten wir nicht gescheiter den Fehler mal bei uns suchen anstatt bei solchen Vorkommnissen immer sehr schnell alles auf's Futter abwälzen? Gerade in den Sommermonaten ist Stallhygiene besonders wichtig und dies vorab bei den Wasser/Trinkgefässen in Aussenstallungen und Sonnen beschienenen Ställen.
Dies sind die Gedanken eines Kaninchenzüchters und nicht etwa eines Biologen oder Tierarztes - Schaut mal nach! Fritz Waibel, Enggistein
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