von Arb Anton
Büttler Gustav
Carlin Patrick
Ender Alfred
Gut Roger
Hefti Ernst
Kunz Waibel Heidi
Röösli Nik
Sager Josef
Tanner Paul
Waibel Fritz
Gut Roger

Unser Jungzüchter

Roger, Du bist seit 4 Jahren im Schweizerischen Dreifarben-Kleinschecken-Klub ein interessierter, aktiver Jungzüchter. Unsere Rasse ist bekanntlich eine der Schwierigsten zum züchten, bist Du durch Deinen Vater zu diesem Hobby gekommen?
Roger: Ja und nein, mein Vater hat bei den KTF Ausstellungen in Kriens immer gekocht, dadurch habe ich Nik Röösli und Walter Brunner kennen gelernt. Die Beiden züchten auch Drf. Kl. Sch. Da mir diese Kaninchen sehr gut gefallen und Nik und Walti mich sofort motivierten und unterstützten, habe ich diese Rasse gewählt.

Inwieweit unterstützt Dich Deine Familie beim füttern oder ausmisten, wo hast Du Deine Stallungen?
Roger: Meine Schwester, Eveline Gut, züchtet Kleinsilber schwarz und so helfen wir uns gegenseitig. Unser Vater hilft uns natürlich auch. Er züchtet zwar keine eigene Rasse, aber er freut sich genau so fest wie wir über dieses Hobby. Unsere Stallungen haben wir in der Nähe der Wohnung, sie sind auch nur etwa 100 Meter von der Kleintieranlage Kriens entfernt.




 

Was sagen Deine Schulkameraden zu Deinem doch anspruchsvollen Kaninchen Hobby? Bleibt Dir freie Zeit, neben Schule und Kaninchen für andere Interessen?
Roger: Meine männlichen Schulkameraden interessieren sich vielleicht nicht so fest wie die weiblichen, aber sie akzeptieren es, auch wenn sie manchmal Witze darüber machen. Die Zeit für meine Hasen, die nehme ich mir einfach und sonst ist immer noch mein Vater da.

Entscheidest Du allein wenn es um die Selektion für die Zucht- oder bei der Auswahl der Ausstellungstiere geht? Was sind Deine bisherigen Erfolge?
Roger: Ich entscheide meistens mit meinem Vater darüber, wie viel und wo ich ausstelle, aber ich bin eigentlich frei. Meine Erfolge sind für mich bisher jede Ausstellung, denn ich habe mich von Jahr zu Jahr verbessert und habe wieder und wieder viel erfahren.

Was gefällt Dir im Klub, fühlst Du Dich als Jungzüchter Ernst genommen und bekommst Du Möglichkeiten Dich fachlich weiterzubilden?
Was sind Deine Wünsche an die Klubleitung / Obmann?
Roger: Mir gefällt es im Klub sehr, da es einfach lustig und freundlich zu und hergeht. Als Jungzüchter fühle ich mich sehr Ernst genommen, denn wenn man etwas sagt. wird auch darüber geredet und nicht einfach weitergegangen. Mein Wunsch an die Klubleitung und auch an alle anderen Klubs ist, dass man mehr Jugendliche einschleusen sollte. Die Jungzüchter sind die Zukunft der Klubs und nicht nur die älteren Züchter.

Weißt Du, dass die SGK für Jugendliche Weiterbildung anbietet, Rassenlehrkurse, Obmännerkurse oder Kurse für Vereinsleitung? Hättest Du Daran Interesse?
Ich habe auch schon davon gehört, aber jetzt kann ich dazu noch nicht viel sagen, da ich jetzt zuerst einmal die Schule mit Erfolg abschliessen möchte.

Du wirst im April 16 jährig, kommst aus der Schule und willst ja sicher eine Lehre machen. Welches sind Deine Berufspläne? Hast Du schon eine Lehrstelle?
Roger: Ich bin in der glücklichen Lage und habe bereits eine Lehrstelle als Kaufmann auf der Gemeindeverwaltung Kriens gefunden und hoffe, dass ich diese Lehre gut abschliessen werde.

Was meinst Du heute, hat Dein Hobby Kaninchenzucht für den heranwachsenden Jugendlichen Roger auch in Zukunft den gleichen Stellenwert?
Würdest Du anderen Jugendlichen empfehlen als Hobby Kleintierzucht zu betreiben?
Roger: Ich denke, dass die Kaninchenzucht für mich weiterhin einen Stellenwert haben wird. Wahrscheinlich für die nächsten 3 Jahre während meiner Lehre, nicht so einen grossen, da die Lehre Vorrang hat. Ich empfehle die Kleintierzucht natürlich schon, aber ein Jugendlicher sollte nur züchten wenn er weiss, dass ihm jemand hilft dabei.

Roger, ich wünsche Dir zu Deinem bevorstehenden neuen Lebensabschnitt viel Glück, guten Mut und Zuversicht wenn’s mal nicht so gut läuft, gute Gesundheit und Zufriedenheit. Wir haben Dich als einen anständigen, aufgestellten Jüngling Kennen- und Schätzen gelernt und hoffen, dass es so bleibt. Ich danke Dir für Deine Antworten.
Roger: Ich möchte mich noch bei all den Züchterkollegen bedanken und hoffe, dass es weiterhin so weitergeht.

Interview durch Heidi Kunz, Aktuarin

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